„Unbeirrbare Querdenker mit dem Hang zum musikalisch Unmöglichen“,

meinte ein Festivalbesucher. Schon allein die Vielzahl eigenartiger Instrumente, die sie bei ihren Auftritten verwenden, würde diese Feststellung beweisen.

Die Musiker schaffen es, eine verrückte und zugleich harmonische Melange aus Folktraditionen, archaischen Klängen, Jazz, Elektronik, Pop, Klassik und sogar Jodeln zu einem neuen, sprühendenden, kraftgeladenen Stil zu vereinen.

“Man fühlt keine Schweißnähte. Alles ist einfach: Musik“ (Guido Tartarotti, Kurier)

English Midlands

Musiker

Albin Paulus

Dudelsäcke, Klarinette, Maultrommel, Schalmeien, Flöten, Gesang und Jodeln
Albin Paulus @ Gooikoorts (c) Luk Stiens

Albin stürzt sich mit Begeisterung auf alles, was schräg und ungewöhnlich ist, vollkommen verkannt wird und faszinierendes Neuland verspricht: die atemberaubende Maultrommel, psychedelisch-rockige Hendrix-Solos auf dem Dudelsack, aber auch die überraschend groovige und gefinkelte alpine Bordunmusik aus alter Zeit. Sein größtes Wagnis: Den virtuosen Jodler, welchen er seit seiner Kindheit beherrscht, vom Lederhosenimage zu befreien und in eine neue Zeit zu führen. Klischees zu entlarven ist seine Mission!

In österreichischer Familie in Deutschland aufgewachsen, seit früher Kindheit Multi-Instrumentalist und Instrumentenbastler, lernte Albin zunächst klassisch Klarinette. Nach seinem Musikwissenschaftsstudium in Wien und Cremona machte er sich einen Namen als Maultrommelvirtuose (u.a. mit der ersten Gesamteinspielung der Maultrommelkonzerte J. G. Albrechtsbergers) sowie als Dudelsackpfeifer und Jodler. 1997 und 2005 Preisträger beim Dudelsackwettbewerb von St. Chartier (F), 2011 in Sibirien Kür zum “Weltvirtuosen der Maultrommel”. Zu seinen Projekten zählen auch Schikaneders Jugend (Popmusik des 18. Jahrhunderts), Cantlon (Musik der keltischen Eisenzeit) und Tempus Transit. Gastmusiker bei bedeutenden Alte-Musik-Ensembles, u.a. Unicorn (A) und Ensemble Baroque de Limoges (F). Außerdem der erste offizielle Dudelsacklehrer an Wiener Musikschulen.

www.albinpaulus.folx.org

John Morrissey

Bouzouki, Valisette, Mandola, Gitarre, Gesang
John Morrissey @ Malzhaus Plauen

Der in vielen Sprachen versierte Kommunikator überrascht stets seine Umgebung mit einer Mischung aus feuriger Begeisterung, energiegeladenem Saitenspiel und nonchalanter Weisheit. In Österreich gehörte er zu den Pionieren, die das alpine Element für Weltmusik und Folk entdeckten. Zudem besitzt er eine profunde Kenntnis geschichtlicher Ereignisse und Zusammenhänge, die der Gruppe hilft, ihrem Wirken einen höheren Sinn zu verleihen. Seine legendärste Mission: als erster Österreicher der Geschichte bedankte er sich zusammen mit seinen Kollegen offiziell bei den Engländern für das Lösegeld für Richard Löwenherz – nach 800 Jahren! Und das beim WOMAD Festival und live auf BBC Radio!

Geboren in den USA als Spross einer irisch-französisch-preußischen Familie, aufgewachsen in Deutschland und Österreich. Studium der Geschichte und Anglistik in Wien. Als Musiker Autodidakt.Seit 1978, in den Gruppen Majoma Bordun und Hupff Auff, Beschäftigung mit traditionellen österreichischen Klängen, aber auch mit Musik aus Süd- und Osteuropa. Lange als Mittelschullehrer und Universitätslektor tätig sowie Herausgeber bzw. Autor zahlreicher historischer und gastrosophischer Publikationen, vor allem zur Kultur des Mittelmeerraums.

www.valisette.hotelpalindrone.com

Peter Natterer

Saxophon, E-Bass, Piano, Melodica, Beatboxing
Peter Natterer @ Rainforest Festival Sarawak

Ihn umgibt die Aura des Geheimnisvollen. Doch seine Instrumente sind im Gegensatz zu denen seiner Kollegen gar nicht ungewöhnlich. Das Saxophon studierte er im Olymp des Jazz, am Berklee College in Boston. Human Beatboxing, das er von einem Roma-Straßenjungen erlernte, Metal, Rap, Programming, Komponieren von Musicals, usw. sind für ihn völlig selbstverständlich. Ein genialer und wagemutiger Visionär von eleganter Zurückhaltung. Seine Mission: Der Lakonie den Weg bereiten!

Geboren in Mödling/Niederösterreich. Klassische Klavierausbildung, 1988 wandte er sich dem Saxophon und dem Jazz zu, daneben auch als E-Bassist und Keyboarder mit Rock, Funk, Hip Hop und Hardcore aktiv. Jazzsaxophon-Studium, unter anderem bei Wolfgang Puschnig an der Musikuniversität Wien und am Berklee College of Music in Boston/USA. Seit 1994 auch Beschäftigung mit Folk. Komponist des Hip-Hop-Independent-Musicals Rattengift. Unterrichtstätigkeit in Jazz und Klassik, sowie zahlreiche Auftritte mit anderen Bands, u.a. dem Peter Natterer Quartett und der Gruppe Global Glue.

www.peternatterer.at

Stephan Steiner

Geige, diat. Akkordeon, Drehleier, Nyckelharpa, Gesang
Stephan Steiner @ Gooikoorts (c) Luk Stiens

Der unbeirrbare Analytiker ist in der Welt der vollendeten Melodien und unwiderstehlichen Grooves zu Hause. Er schreibt mit leichter Hand Folkkompositionen, die unerschöpflich aus seinem Kopf sprudeln. Sein unermüdlicher Einsatz gilt der Vernetzung der Folkies dieser Erde. Und den Cyberspace kennt und beherrscht er wie seine Westentasche, wovon die Band immens profitiert. Seine Mission: Aus der unendlichen Welt des Folks zu schöpfen und zu etwas kunstvollem Neuen verweben!

Geboren in Wien. Seit der Volksschule lernte er Geige, als 14jähriger infizierte ihn in Irland der Folkvirus, worauf er begann, möglichst viel Kenntnisse über unterschiedliche Musiktraditionen anzusammeln. Er lernte autodidaktisch Drehleier, diat. Akkordeon, Nyckelharpa, studierte daneben Kirchenmusik und Musikwissenschaft. Mitorganisator des Vienna Folk Marathon, musikalischer Leiter bei internationalen Folkmusikworkshops. Er spielt auch bei Harlequin’s Glance, F.L.Spifnik, dem Trio Folk Art, Tempus Transit, mit Katrin Navessi und anderen Singer-Songwriter/innen.

www.stoney.folx.org


Wo sind Hotel Palindrone aufgetreten?

Andorra: Auditorio Nacional de Andorra Belgien Théâtre Molière Brüssel, Gooikoorts Festival, Boombal-Festival Lovendegen, Heksenketel Antwerpen Deutschland: Tanz&FolkFest Rudolstadt, Tanzhausfest Leipzig, ÖKF Berlin, Malzhaus Plauen, Schloss Sansouci Berlin, Folkfestival Ettlingen, KFZ Marburg, Alte Mälzerei Eisenach, Wilde Töne Festival Braunschweig, Wirtshausmusikanten beim Hirzinger, Kulturwelten Helmbrechts, Folkfestival Meißen, Fraunhofer München u.v.m. Frankreich: Fête de la Vielle d´Anost, Festival Château d’Ars – Rencontres Luthiers et Maîtres Sonneurs Griechenland: Ancient Corinth Großbritannien: Towersey Village Festival, WOMAD Charlton Park, Sidmouth Folk Week, Pontardawe Festival Wales, Trowbridge Village Pump Festival, Chippenham Festival, The Fishpond Matlock, World Piping Festival Glasgow Italien: Österreichisches Kulturforum Rom, Classica&Dintorni Catania, Folkest Festival, Swing on Snow Festival, Carambolage Bozen Kroatien: Teatro Gandusio, LaBina Festival Lettland: Origo Festival Riga Liechtenstein: Erasmusball der Universität Vaduz Malaysia: Sarawak Rainforest World Music Festival Mexiko: Ollin Kan Festival Tlalpan Niederlande: Trad.it Festival Groningen, Concertgebouw Amsterdam, Folkfestival Sint-Michielsgestel/ Hertogenbosch Österreich: Wiener Musikverein, Salzburger Festspiele, Konzerthaus Wien, Radiokulturhaus Wien, Porgy & Bess Wien, Klub Ost Wien, Donauinselfest Wien, Sargfabrik Wien, Redoutensäle der Hofburg, Festspielhaus St. Pölten, Schloss Grafenegg, Brucknerhaus Linz, Folkfestival Hallein, Schloss Goldegg, Spielboden Dornbirn, Treibhaus Innsbruck, Schrammelklang Litschau u.v.m. Portugal: Ollin Kan Festival Vila do Conde Rumänien: Plai Festival Timisoara Russland: Mod Club St. Petersburg, Philharmonie Petrosawodsk, Vermel Club Moskau Schweden: Korrö Folk Festival, Umefolk Festival, Stallet Stockholm Schweiz: Alpentöne Musikfestival Altdorf, Folkklub Zürich, Alte Post Aeugstertal Serbien: Stadttheater Leskovac, Ethno Fest Palic Slowenien: Keltika Festival Cerkno Spanien: Folk&EBU Festival Segovia

Preise

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  • 2005 – Österreichischer Weltmusik-Publikumspreis
  • 2007 – “Bester Auftritt des Jahres“ (Wahl des Folk Club Züri / CH)
  • 2007 – „Bravos!!“ (Trad Magazine / F) für die dritte CD „Dial 1702“
  • 2010 – Europäischer Folkmusikpreis „Eiserner Eversteiner“ (D)
  • 2011 – Preis der dt. Schallplattenkritik für die vierte CD „Jodulator“
  • 2011 – „Bravos!!“ (Trad Magazine / F) für die CD „Jodulator“
 

Geschichte der Band

Es begann 1995. In den ersten Jahren prägte vor allem Nupi Jenner, Multi-Instrumentalist und Instrumentenbauer, das Klangbild und den Stilschwerpunkt: Die weit zurückreichenden Bordunmusik-Traditionen Westeuropas standen im Zentrum. Nupi verließ die Band im Jahr 2000, um sich nur noch dem Instrumentenbau und dem Unterrichten dieses Handwerks zu widmen. Seitdem spielt Hotel Palindrone in der Besetzung Steiner-Paulus-Natterer-Morrissey.

Dieses Jahr markiert auch eine Erweiterung des musikalischen Horizonts. Neue Stile und Regionen werden erschlossen – Skandinavien, Balkan, Alpenraum und erstmals auch die Klassik. Subtile Arrangements verbinden sich mit musikantischer Intensität, Eigenkompositionen ergänzen im Programm traditionelle Melodien. Hinzu kommt eine intensive Beschäftigung mit historischen Tonaufnahmen und alten alpenländischen Musikantenhandschriften (Sammlungen Sonnleitner und J.M. Schmalnauer aus dem frühen 19.Jahrhundert)

Die kontinuierliche Entwicklung brachte entsprechende Erfolge: Seit 2005 mehrere Preise bei Wettbewerben bzw. für CDs. Immer mehr Einladungen zu Auftritten bei renommierten Festivals – in ganz Europa, Malaysia und Mexiko – sowie in bekannten Konzertsälen. Diese Engagements halten aber die Band nicht davon ab, ihr Klang- und Stilspektrum weiter auszuloten und das Repertoire zu erweitern. Davon zeugt die Zusammenarbeit mit Marialena Fernandes: Im Programm “Hotel Haydn“ zeigen die indisch-portugiesisch-österreichischen Pianistin und Hotel Palindrone, wie gut Haydn, Mozart Bach, Scarlatti und Bártok zu World Music und Folk passen. Oder dass diese Komponisten im aktuellen Sinn des Wortes Weltmusiker sind. Aber auch das zweifach preisgekrönte Album “Jodulator“ zeigt, in welche Richtung Musik gehen kann: Ein Pophit trifft auf traditionelle Tanzmusik, Joseph Haydn auf eine Melodie aus Transsylvanien – und Jodulatoren berichten aus der Zukunft! Ihre Botschaft aus dem Jahr 3000: “Alles wird gut!“


Instrumentarium

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Es sticht sofort ins Auge: die vier Musiker von Hotel Palindrone spielen gekonnt auf mehr Instrumenten, als die meisten Leute ohne viel Nachdenken aufzählen könnten.

Hotel Palindrone meistern tatsächlich eine eindrucksvolle Vielzahl an Instrumenten – von uralt bis elektrisch – und erzeugen damit scheinbar vergangene wie auch neue und oft spektakuläre Klänge, gefühlvoll und kraftvoll zugleich.

Das Instrumentarium umfasst Instrumente aus vielerlei Familien:

Blasinstrumente wie Schalmeien, Saxophone, Dudelsäcke – darunter Sackpfeifen in G, D und A, böhmischer Bock und Dudey -, Obertonflöten und Whis­tles, Klar­inette. An Saiteninstrumenten finden sich Man­dola, E-Bass, Valisette, 5-saitige Geige, Nyck­el­harpa, Bouzouki, Drehleier. Dazu Maultrom­meln, Klavier, diatonisches Akkordeon, Melodica oder kleine Percussioninstrumente wie Holzlöffel. Hinzu gesellen sich noch Gesang und Jodeln, wie auch Vocal Percussion (Beatboxing).

Indien und Europa – “Hotel Haydn“

Scarlatti, Bach, Mozart, Haydn. Traditionelle Volksmusik, die von den Alpen nach Skandinavien, von Galicien zum Balkan, von der Bretagne an die Donau führt. Zwischen Klassik, Weltmusik, Jazz und Rock oszillierende Eigenkompositionen. Und schließlich Melodien der Konkani Kultur – Lieder und Tänze aus Goa und Mangalore, in denen sich Indien und Portugal treffen.

hotel_haydn_artAus Goa stammt auch Marialena Fernandes – und seit vier Jahren tritt sie mit der Weltmusik-Gruppe Hotel Palindrone auf, um in “Hotel Haydn“ musikalische Genres zusammenzuführen, die nur scheinbar nicht zu einander passen. Dabei greifen die Pianistin und die vier Multi-Instrumentalisten gerne auf das Repertoire der Klassik zurück, um dabei einen besonderen Aspekt dieser Musik zu beleuchten: Joseph Haydn & Co als Weltmusiker, die leichtfüßig zwischen den verschiedensten Einflüssen tänzelten und keinerlei Berührungsängste mit Volksmusik oder dem Pop ihrer Zeit kannten. Genauso wenig mit Liedern und Tänzen anderer Kulturen – das zeigen Haydns Ongarese und Zingarese, seine Schottischen Lieder oder die Londoner Symphonie Nr.104, in welcher als eines der Hauptthemen das kroatische Volkslied “Oj Jelena“ zu hören ist.

Die musikalische Melange á la “Hotel Haydn“ geht aber weit über die Verschmelzung von Klassik mit Weltmusik oder Folk hinaus. Zu Bourrees, Ländlern, Scottishes, Muineiras, Kopenitzas, Schleunigen und Polskas gesellten sich bald Lieder und Tänze aus Marialena Fernandes‘ Heimat: Mandos, Dulpods und Deknis.

“Hotel Haydn“ – ein ungewöhnliches Konzertprogramm mit fünf international erfolgreichen Musikern, die ihr Publikum nicht nur durch Virtuosität, sondern auch durch Charme und Esprit zu begeistern wissen.

Tanzband

Boomball (18)_monoSchon längst wissen Musikfans, dass Hotel Palindrone nicht nur als Konzertband zu begeistern weiß, sondern auch fulminant zum Tanz aufspielt. Das beweisen ihre Auftritte bei renommierten Festivals wie Boombal Lovendengen und Gooikoorts (B), Tanz&Folkfest Rudolstadt und Tanzhausfest Leipzig (D), Sidmouth Folk Week und Towersey Village Festival (UK), Fête de la Vielle Anost und Festival Château d’Ars(F). Oder beim Sarawak Rainforest World Music Festival (MAL).

Da darf Wien nicht fehlen, wo sich der Ballsaal Palindrone mittlerweile zu einer echten Institution entwickelt hat. Tanzmusik quer durch die Jahrhunderte und durch die unterschiedlichsten Kulturen Europas – nicht nur für Kenner und Könner, sondern auch für Anfänger, die vor Beginn des Balls in die Welt der Bourrees, Mazurkas, Cercles, Walzer, Scottishes, Polkas, AnDros, Kolos und Reels eintauchen können.

Aufgespielt wird nicht nur von Hotel Palindrone, sondern auch von Gastbands, die aus allen möglichen Ecken Europas kommend dem Ballsaal spezielles Flair verleihen. Auftrittsorte in Wien: Sargfabrik, Liebhartstaler Bockkeller, OST Klub

Workshops / Vorträge

Allein schon die unerschöpfliche Vielfalt an sehr ungewöhnlichen und spannenden Instrumenten bei Hotel Palindrone prädestiniert die Band geradezu, Wissen und Kenntnisse darüber weiterzugeben. Dazu kommt: langjährige und internationale Unterrichtserfahrung aller Bandmitglieder, Neugier, Spaß an Gruppendynamik… Die Band hat im Lauf der Jahre unter anderem in Österreich, England, Malaysia, Deutschland, Sizilien, Lettland, den Niederlanden oder Schottland ihr Wissen in Workshops und Vorträgen weitergegeben.

Möglich ist sehr viel: Ein Jodelkurs. Workshops für die diversesten Instrumente – vom Dudelsack zur Mandola, von Geige oder Maultrommel bis Bass. Repertoire: alpin, international, selbstkomponiert. Ensemblekurse für ein erstes Schnuppern in die Folkmusik, oder für Fortgeschrittene. Ein Bal-Folk-Tanz-Crashkurs (für weiterführende Tanzkurse bringt die Band gern eine/n Tanzmeister/in mit). Oder kurzweilige Vorträge zu Spezialthemen. Und Schulworkshops / Schulkonzerte mit Schwerpunkt auf Instrumente oder Stilrichtungen, für alle Altersgruppen.