Achtzig Jahre Industriegeschichte, 15 Jahre Kultur. Was im Jahr 1921 als Emailfabrik begann,  findet seit 2001 seine Fortsetzung in einer vielfältigen Kulturinitiative, die weit über  die  Region Salzburg hinausstrahlt.

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„Die Bedeutung des Namens ‚Emailwerk‘ (Emaillierung = Veredelung) soll das inhaltliche Anliegen widerspiegeln, neue und innovative Kulturarbeit auf den Grundmauern traditioneller Kultur umzusetzen.“  So steht es in Wikipedia.

Ein Blick auf das Programm bestätigt das: Musik aus allen Richtungen, Theater, Lesungen, Film und  Tanz (Breaking Festival/Circle Industry demnächst). Besonderes Augenmerk legt die mehrfach mit Kulturpreisen ausgezeichnete Kunstbox auf die Vergabe von Literaturstipendien, auf Kreative Kindertage sowie  auf die Förderung der Vokalmusik (Workshops und Acappella Festival). Und nicht zu vergessen das Projekt Sprachlust – Haus der Sprache.

Wir fühlten uns in dem lässig-elegant renovierten Industriebau sehr wohl, nicht zuletzt wegen der  engagierten Veranstalter Verena und Leo Fellinger und dank des enthusiastischen Publikums. Die Zuhörer waren, so Leo, „gschpierig“. Was so viel wie „voller Gefühl“ oder „immens einfühlsam und begeisterbar“ bedeuten könnte.

Hier ein Zitat aus dem Konzertbericht der Kunstbox, um dem Anlass der „Gschpierigkeit“ auf den Grund zu gehen:

„… auf der Bühne einfach urgewaltig. Dieser, von vier begnadeten Musikern geführte, enorme Instrumentenpool, begründet auch ein Alleinstellungsmerkmal der Formation. Denn Hotel Palindrone nimmt die Instrumente grundsätzlich aus den ihnen zugedachten Genres und setzt sie samt Musiker in einen neuen musikalischen Kontext. … Das Publikum schunkelt, klatscht, tanzt und ist einfach hingerissen. Immer wieder würzt Hotel Palindrone seine Stücke mit atemberaubenden Instrumentalsoli auf einem Instrument ihrer Wahl, man kann sich kaum satthören. Mazurka, Schleuniger, Jodler, darf es heute Abend ein bisserl mehr sein? Es darf und so kommen die vier Musiker erst nach ausgiebigen Zugaben von der Bühne. Selber schuld!“